Wildromantisches Schwarzwassertal

Der Nonnenfelsen im Schwarzwassertal

Wandern zwischen Felsriesen und Gebirgsbach

Das Schwarzwassertal im Erzgebirge ist ein wahres Paradies für Wanderfreunde und Naturliebhaber. Inmitten unberührter Natur, zwischen dem idyllischen Ort Kühnhaide und der tschechischen Grenze, erstreckt sich dieses Tal entlang des rauschenden Schwarzwassers. Hier erwartet dich eine einmalige Mischung aus schroffen Felsformationen, tiefen Wäldern und romantischen Bachläufen, die zu jeder Jahreszeit ihren ganz eigenen Reiz entfalten.

Die Tour: Entlang des Schwarzwassers ab Kühnhaide

Die Wanderung startet im Bergdorf Kühnhaide, einem der kältesten Orte Deutschlands, was dem Startpunkt ein ganz besonderes Flair verleiht. Von hier aus folgst du dem sanften Plätschern des Flusses auf gut ausgeschilderten Pfaden. Die meditative Atmosphäre des Wassers, das über moosbewachsene Steine fließt, begleitet dich auf Schritt und Tritt.

Die 4 Highlights deiner Wanderung

Die Teufelsmauer: Eine der beeindruckendsten Stationen ist die Teufelsmauer. Diese imposante Felsformation aus dunklem Gestein erhebt sich abrupt aus der Landschaft. Über Jahrtausende durch Erosion geformt, bietet sie heute eine dramatische Kulisse und ist ein absolutes Muss für jeden Hobby-Geologen und Fotografen.

Der Schwarzwasserfall: Etwa auf halber Strecke wartet der Schwarzwasserfall. Besonders zur Schneeschmelze im Frühjahr oder nach Regengüssen stürzt das Wasser hier tosend in die Tiefe – ein spektakulärer Anblick und ein erfrischender Ruhepunkt.

Naturschutzgebiet & Artenvielfalt: Das Tal ist ein geschützter Rückzugsort für seltene Arten. Achte am Wegrand auf das Sumpfblutauge oder seltene Moose. Mit etwas Geduld entdeckst du vielleicht sogar den schillernden Eisvogel oder den Schwarzspecht.

Hoher Stein & Katzenstein: Ein kurzes Stück weiter führen Pfade zu Felsformationen wie dem Hohen Stein. Von hier oben (und vom nahegelegenen Katzenstein) hast du einen atemberaubenden Panoramablick über das gesamte Tal bis weit in das Erzgebirge hinein.

Das Schwarzwassertal im Winter

Das Schwarzwassertal im Wandel der Jahreszeiten

Frühjahr: Erlebe die Urgewalt des Wassers während der Schneeschmelze und das Erwachen der ersten Bergwiesen.

Sommer: Die dichten Fichten- und Buchenwälder bieten eine herrliche Abkühlung, wenn es oben auf den Kämmen heiß wird.

Herbst: Ein Farbenrausch! Das Gold der Blätter spiegelt sich im dunklen Wasser – ideal für Naturfotografie.

Winter: Verwandelt sich das Tal in ein „Little Canada“. Die gefrorenen Wasserfälle und verschneiten Felsen sind ein Traum für Winterwanderer und Langläufer.

Praktische Tipps für dein Abenteuer

Weglänge: Flexibel gestaltbar zwischen 8 und 15 Kilometern.

Anspruch: Leicht bis mittelschwer. Die Hauptwege sind gut ausgebaut, Abstecher zu den Felsen erfordern Trittsicherheit.

Ausrüstung: Da das Tal oft ein eigenes, kühleres Mikroklima hat, ist das Zwiebelprinzip bei der Kleidung ratsam. Festes Schuhwerk ist Pflicht.

Verpflegung: Wichtig! Im direkten Tal gibt es keine Bewirtschaftung. Packe dir unbedingt eine Thermoskanne und eine kräftige Brotzeit ein.

Geheimtipp: Wenn du noch Puste hast, kombiniere die Tour mit dem Katzenstein bei Pobershau. Der Ausblick von dort oben gilt als einer der schönsten im ganzen Erzgebirge und lässt sich über den „Grünen Graben“ wunderbar in die Wanderung integrieren.


Blick auf die Teufelsmauer

Fazit

Wer einmal die klare Luft geatmet und dem Rauschen des Schwarzwassers gelauscht hat, kommt garantiert wieder. Das Schwarzwassertal ist ein Ort zum Abschalten, Krafttanken und Staunen. Wann planst du deine Tour ins Tal? 

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